Sudoku-Regeln in 60 Sekunden
Die offiziellen Regeln, die für jedes Standard-Sudoku gelten – und einige Missverständnisse, die bei Anfängern immer wieder auftauchen.
Die offizielle Regel
💡 Die einzige Regel:
In jeder Zeile, jeder Spalte und jeder 3×3-Box muss jede der Ziffern 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 genau einmal vorkommen.
Daraus folgen automatisch
- Keine Ziffer kommt in einer Zeile zweimal vor.
- Keine Ziffer kommt in einer Spalte zweimal vor.
- Keine Ziffer kommt in einer 3×3-Box zweimal vor.
- Es gibt am Ende genau 81 Ziffern auf dem Brett (9 mal jede Ziffer).
Was die Regel NICHT sagt
Viele Anfänger erfinden Regeln, die nicht existieren. Hier die häufigsten Mythen:
Mythos: „Die Diagonalen müssen auch 1–9 enthalten.“
Mythos: „Die Summe jeder Zeile/Spalte muss 45 sein.“
Mythos: „Man darf raten, wenn man festhängt.“
Mythos: „Symmetrische Brett-Vorgaben sind Pflicht.“
Wie viele Vorgaben muss ein Sudoku haben?
Mathematisch ist die Untergrenze für eindeutig lösbare Sudokus 17 vorgegebene Zahlen. Das wurde 2012 bewiesen – mit 16 Vorgaben gibt es keine eindeutig lösbaren Bretter. In der Praxis verwenden:
- Leicht: 38–43 Vorgaben
- Mittel: 30–36 Vorgaben
- Schwer: 24–28 Vorgaben
- Extrem: 17–23 Vorgaben
Eindeutigkeit als Qualitätsmerkmal
Ein „echtes“ Sudoku hat genau eine Lösung. Ein Brett mit zwei oder mehr möglichen Lösungen heißt im Sprachgebrauch der Sudoku-Konstrukteure „Pseudo-Sudoku“ oder „nicht-uniques Sudoku“ und wird in seriösen Quellen vermieden. Unser Generator erzeugt nur eindeutig lösbare Bretter.
Weiterführend
- Was ist Sudoku? – Einführung für Komplett-Einsteiger
- Die Geschichte des Sudoku – Vom Mathe-Rätsel zum Welthit
- Die erste Technik – Sofort loslegen