🏆 Profi-Technik · Schritt 10 von 12

Swordfish – X-Wing mit drei Dimensionen

Was X-Wing in zwei Zeilen und Spalten macht, vollzieht Swordfish in drei. Selten, schwer zu erkennen, aber elegant: Eine Ziffer ist in drei Zeilen auf insgesamt drei gemeinsame Spalten beschränkt – und nichts anderes.

Die Grundidee

Während ein X-Wing aus 2×2 Rechteck-Zellen besteht, baut sich ein Swordfish aus 3×3 Zellen auf – allerdings nicht zwingend voll besetzt. Die Bedingung lautet:

💡 Bedingung: Drei Zeilen, in denen eine Ziffer als Kandidat nur in Zellen einer Teilmenge von drei identischen Spalten steht. Manche der neun möglichen Zellen können fehlen – Hauptsache, keine der drei Zeilen hat einen Kandidaten außerhalb dieser drei Spalten.

Was lässt sich daraus schließen?

Genau wie beim X-Wing: Die Ziffer steht in jeder der drei Zeilen in einer der drei Spalten – und nur dort. Daraus folgt, dass in genau diesen drei Spalten die betreffende Ziffer auf die Schnittpunkte mit den drei Zeilen festgelegt ist. Alle anderen Zellen der drei Spalten können die Ziffer nicht enthalten.

Wann tritt ein Swordfish auf?

In manuell lösbaren Sudokus eher selten – in „extrem“ oder „evil“ eingestuften Brettern manchmal als einzige Möglichkeit, festzukommen. Bei der praktischen Suche:

  1. Wähle eine Ziffer.
  2. Suche drei Zeilen, in denen die Ziffer als Kandidat in höchstens drei Zellen vorkommt.
  3. Prüfe, ob diese Zellen in maximal drei Spalten liegen, die in allen drei Zeilen vorkommen.
  4. Wenn ja: Swordfish gefunden. Streiche die Ziffer aus allen anderen Zellen der drei Spalten.
  5. Umgekehrt: Funktioniert auch mit drei Spalten und drei Zeilen als Elimination.

Jellyfish – die nächste Stufe

Vier Zeilen, vier Spalten – das ist Jellyfish. In allen sinnvoll lösbaren Sudokus gibt es einen Satz: Wenn ein Jellyfish auftaucht, gibt es immer auch einen Hidden Quad, der dasselbe Ergebnis liefert. Deshalb ist Jellyfish in der Praxis fast nie nötig – aber theoretisch sauber definiert.

Visualisierung als „Skelett“

Eine bewährte Erkennungsmethode: Markiere mit dem Finger oder mit Notizen, in welchen Zellen die gesuchte Ziffer in jeder Zeile als Kandidat steht. Wenn das entstehende „Skelett“ sich auf nur drei Spalten konzentriert, ist ein Swordfish nah. Ohne diesen visuellen Schritt findet man Swordfish kaum manuell.

⚠️ Vorsicht: Anders als beim X-Wing müssen nicht alle 3×3 Zellen des „Rechtecks“ als Kandidat markiert sein. Es reicht, wenn keine Zeile/Spalte einen Kandidaten außerhalb der drei gemeinsamen Spalten/Zeilen hat.